Lehrstuhl für Historische und Indogermanische Sprachwissenschaft
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DFG-Projekt DPEWA II: Digitales philologisch-etymologisches Wörterbuch des Altalbanischen (15.-18. Jh.)

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Projektbeschreibung

Gegenstand und Ziel des Projektes war die Erstellung eines digitalen philologisch-etymologischen Wörterbuchs, das sowohl den Erb- als auch den nicht unbeträchtlichen Lehnwortschatz des Altalbanischen vom Überlieferungsbeginn in der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zum Ende der altalbanischen Periode um 1800 dokumentiert und etymologisch analysiert.

Auf der Basis einer konsequent philologischen Belegdokumentation versteht sich das „digitale philologisch-etymologische Wörterbuch des Altalbanischen“ (DPEWA) als Pionierarbeit im Bereich der albanischen Lexikographie und im Hinblick auf das bislang fehlende synoptisch-historische Wörterbuch für den altalbanischen Zeitraum. Neben der konsequenten Erfassung der Erstbelege ist ein weiteres Hauptziel die etymologische Analyse der Herkunft des ererbten und entlehnten altalbanischen Lexikons auf der Grundlage des aktuellen Forschungsstands der historisch-vergleichenden (indogermanischen) Sprachwissenschaft, der diachronen Albanologie und der balkanologischen Linguistik. Die Präsentation der jeweiligen Lexikoneinträge erfolgt strikt nach den modernen Anforderungen an ein wissenschaftliches Wörterbuch, was in formaler Hinsicht eine systematisch-einheitliche Gestaltung sowohl in der Gesamtanlage von DPEWA als auch im Aufbau der Einzelartikel bedeutet. Die etymologischen Analysen werden unter nachprüfbarem Bezug auf die älteste Semantik der Belege wie auch in konsequenter Berücksichtigung älterer etymologischer Untersuchungen ausgeführt.

Basierend auf der infrastrukturellen Grundlage der ersten Projektphase hat die zweite Projektphase des digitalen philologisch-etymologischen Wörterbuchs des Altalbanischen (DPEWA) die Liste der Lemmata des Altalbanischen im Bereich des Erb- und Lehnwortschatzes bis 2026 vervollständigt. DPEWA kann nun als grundlegende Ressource für die Albanologie und die vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft dienen und steht als online-Datenbank mit multiplen Suchoptionen der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Wir danken der DFG für die langjährige Förderung.

Im einzelnen waren folgende Arbeitsschritte Teil der zweiten Phase (2022-2026):

  • Fertigstellung der Lemmata des altalbanischen Erbwortschatzes
  • Fertigstellung der Lehnwortartikel samt der synchronen philologisch-linguistischen Analyse mit Datierung und Ermittlung des Entlehnungswegs
  • Vernetzung der Online-Datenbank DPEWA mit anderen lexikographischen Datenbanken
  • Freigabe der webbasierten Datenbank

Das DPEWA ist bereits online gestellt: https://www.dpwa.gwi.uni-muenchen.de/.
Die Einträge des Wörterbuchs umfassen die philologische Dokumentation des Lexikons in Hinblick auf Semantik und Grammatik (Formen und Konstruktionen) sowie die Dokumentation sprachhistorischer Bezüge des Altalbanischen zu den übrigen indogermanischen Sprachen (albanische und indogermanische Etymologie).
Zum Wörterbuch: https://www.dpwa.gwi.uni-muenchen.de/dictionary

Projektleitung: Prof. Dr. Olav Hackstein und Prof. Dr. Bardhyl Demiraj